Auf in die USA

25 März, 2010 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Nachdem wir die letzten beiden Abende mit Annemarie und Helmut, zwei österreichischen Seglern die wir in St. Martin trafen, verbracht haben geht es Donnerstag Vormittag los. Zuerst zur Tankstelle, 200 l Wasser und sieben Liter Diesel wechseln den Besitzer, wir sind ganz erstaunt, dass nur so wenig in den Tank geht. Der Wind kommt aus Südost, wir segeln nach Westen, die Wellen schaukeln uns kräftig hin und her. Die erste Nachtfahrt seit der Atlantiküberquerung liegt vor uns.

Zu Mittag frischt der Wind auf, die voraussichtliche Ankunftszeit wird immer früher angezeigt, der Spitzenwert liegt irgendwo bei halb Vier Uhr in der Früh. Nachdem der Wind immer mehr auf Osten dreht bergen wir das Großsegel und segeln unter Genua alleine in die Nacht. Zwölf Stunden und sechs gesichtete Frachter später erreichen wir mit Sonnenaufgang St. Croix, die südlichste der amerikanischen Virgin Islands. Wir ankern vor der Hauptstadt Christiansted im glasklaren Wasser. Die Visa für die USA haben wir uns ja schon in Wien besorgt, so sind wir mit der Einklarierungsprozedur in einer viertel Stunde fertig, inkl. nochmaliger Abnahme der Fingerabdrücke und Irisscan.

St. Croix war 200 Jahre lang dänisch, bevor es vor ca. 100 Jahren an die USA verkauft wurde, dementsprechend sind viele der bis zweihundert Jahre alten Häuser dänisch geprägt. Wir setzen uns an der Promenade in ein Lokal und bestellen eine Kleinigkeit zu Mittag. Die Getränke kommen gleich das Essen nicht, eine halbe Stunde später entschuldigt sich der Kellner, er wird gleich alles bringen, der Manager erscheint ebenfalls entschuldigt sich auch und lässt uns beide Getränke von der Rechnung streichen, das nennt man Service! Weil wir hier so ruhig liegen bleiben wir noch einen Tag länger streifen durch die Stadt bevor wir uns Sonntag in der Früh nach Buck Island, einem Naturreservat, vier Meilen von Christiansted entfernt aufmachen. Im Lee der Insel gehen wir vor einem Sandstrand vor Anker. Die nächsten beiden Tage vergehen wie im Flug, wir bewandern den Naturtrail über die Insel, fotografieren Pflanzen und Tiere, schnorcheln bei den Riffen und schauen den Ami’s am Sonntag beim Strandleben zu. Sonntag ist es ziemlich voll, aber bereits um drei fahren die ersten wieder nach Hause, abends sind wir alleine Das bleibt auch Montag Vormittag so, bevor es dunkel wird segeln wir wieder nach Christiansted zurück.

Heute haben wir bereits wieder ausklariert, morgen in der Früh geht es zu den spanischen Virgin Islands, die auch zu den USA gehören, weiter. 45 Meilen sind es bis Culebra.

Hier wäre unser Bericht zu Ende gewesen, mit dem USB Stick sind wir am Nachmittag an Land, um in das schon früher entdeckte Internetcafe zu gehen, damit wir unsere Homepage aktualisieren können. Nur wir sind in den USA, da heißt es „Working Nine to Five“, so standen wir zehn nach Fünf vor geschlossenen Türen, während überall sonst in der Karibik um diese Zeit erst alles aus der Siesta erwacht und die Straßen mit Leben füllt.

Mittwoch in der Früh sind wir dann nach Culebra aufgebrochen, diese Insel liegt bereits in den Spanischen VI’s, wo wir nur einen Tag bleiben ,am Freitag geht es weiter nach Puerto Rico.

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