Graciosa

19 Oktober, 2009 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Als wir in den Hafen von Graciosa einliefen, hielten wir nach der orangenen Genua von Marlies und Manfred ausschau, die uns noch ein paar Tage vorher angerufen hatten, wann wir denn endlich kommen. Doch weit und breit kein orangener Sonnenschutz, so legen wir uns in eine freie Box  am hinteren Steg. Es lässt uns aber keine Ruhe, die beiden müssen doch irgendwo hier sein. Und wirklich, am anderen Steg werden wir gleich fündig, als erstes Boot liegt die Pangea, die Genua in eine weiße Schutzhülle eingepackt, da konnten wir sie nicht finden.

Neben ihnen ist noch ein Liegeplatz frei, wir wechseln und die beiden österreichischen Boote liegen gleich nebeneinander am Steg. Wir werden ins Cockpit eingeladen, Neuigkeiten werden ausgetauscht, da deutet Marlies auf die Mole und sagt, „Da geht Gerry, ein Schweizer, der hatte mal eine Straußenfarm in Griechenland.“ Bei mir klickt es Gerry, Schweiz, Straußenfarm, den kenne ich doch aus Porto Heli, wo ich in den vergangenen Jahren mehrmals war. Und wirklich abends als wir kurz vorbeischauen ist die Wiedersehensfreude groß. Wir werden auch gleich zum deutschsprachigen Seglertreff am Abend eingeladen, wo wir noch Mary und Volker, Doris und Andi kennen lernen. Am nächsten Morgen kommt auch noch „Kleiner Lord“ mit Gabi, Josef und Patrick, die wir kurz auf Porto Santo kennen gelernt hatten dazu. So sitzen wir abends immer beisammen, tagsüber werden gegenseitig Besuche gemacht, wir lernen auch noch Susi und Tom, die auf einem Wharremkat auf der gegenüberliegenden Seite liegen kennen. Josef ist ein echtes bayrisches Original, wir lachen Tränen, wenn er abends so über seinen Schiffsbau und die Reise bis hierher erzählt, wie im besten Kabarett. So vergehen die Tage wie im Flug, Bina kümmert sich um die Wäsche, ich darf wieder einmal die Wasserpumpe ausbauen, aus der jetzt statt Wasser Öl tropft. Josef wechselt mir den Simerring aus, bevor ich sie wieder einbaue. Samstag Nachmittag kommen auch noch Claudia und Thierry, unsere Schweizer Freunde aus Madeira. Viel zu schnell vergehen die Tage, am Montag werden wir weiter nach Arrecife, der Inselhauptstadt von Lanzarote segeln.

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