Im Regenwald

15 April, 2010 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

An Davids letzem Tag in Puerto Rico leisteten wir uns einen Leihwagen Der kostete das Gleiche wie ein Taxi zum Flughafen und stand uns den ganzen Tag zur Verfügung. Also sind wir um elf losgedüst, um ein kleines Stück von Puerto Rico zu sehen. Zwischen Puerto del Rey und San Juan International Airport liegt das Schutzgebiet El Yunque, ein letzes Stück Regenwald auf Puerto Rico.

Doch zuerst mussten wir uns noch an die eigenartige Beschilderung auf den Straßen gewöhnen. Mit Ausländern wird hier nicht gerechnet, oft stehen die Abzweigschilder erst unmittelbar an der Kreuzung, wobei es sowohl recht als auch links abgehen kann, als Ortunkundiger hat man also die Arschkarte. Carlos hat mich ja schon zwei Wochen vorher vor dem „lebensgefährlichen“ Verkehr hier gewarnt, nun er war wohl noch nicht in Wien autofahren, hier geht es genauso zu, nur halt 20-30 km/h langsamer als in Wien. Dazu fährt fast jeder hier mit Automatik, damit sind den Beschleunigungsorgien natürliche Grenzen gesetzt. Jedenfalls waren wir um 12 Uhr in El Yunque im Besucherzentrum. Wie im restlichen Park gibt es auch hier kleine befestigte Wege durch den Regenwald, zusätzlich kann man kleine Filme schauen und natürlich Souvenirs kaufen. David war dann auf uns schon etwas sauer, da wir seiner Meinung nach zu viel Zeit mit Fotografieren und Filmen vertrödeln. Wir sind dann aber doch noch zum Trail der zu den Wasserfällen im Urwald führt mit genügend Zeitreserve gekommen. Von hier ging es über Stock und Stein etwa eine dreiviertel Stunde zu den Wasserfällen. Leider war Sonntag, dementsprechend viel war hier los. David hat sich dann aber ebenfalls ins Getümmel gestürzt und sein Bad im Wasserfall genommen. Für unsere karibischen meerestemperaturverwöhnten Körper war es ein bisserl zu kalt, wir begnügten uns mit dem Zuschauen. Nach dem Rückweg zum Auto waren wir ganz schön hungrig und vielen in das nächste Fresslokal ein, von dessen riesigem Grill Rauchzeichen durch den Regenwald zogen. Hier musste man zuerst die Bestellung bezahlen, und seinen Namen angeben. Vom Grill wurde man dann mit Namen aufgerufen um sein Essen abzuholen. Es schmeckte uns allen sehr gut.

Danach ging es zu Fuß noch einmal ein Stück durch den Regenwald, bevor wir uns in den Sonntagabendverkehr Richtung San Juan Airport stürzten. Der Verkehr wurde immer dichter, die fehlende Beschilderung trug ein Übriges dazu bei, dass wir uns zweimal verfransten, schließlich waren wir aber doch noch zeitgerecht am Flughafen. Nachdem wir endlich wieder zurück in der Marina waren, freuten wir uns schon auf die warmen Duschen. Da es hier auch recht heftig geregnet hatte, tropfte es im ganzen Waschraum durch die Decke, wir genossen die Duschen trotzdem.

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