In der Werft Letzter Teil !

10 Juni, 2009 | Kategorie: Segeln 2009 | 4 Kommentare

In der Werft Letzter Teil!

Heute kommt Bina wieder! Ich muss etwas machen, das nach total viel geleisteter Arbeit aussieht. Also werde ich heute den neuen Unterwasseranstrich anbringen, viele Quadratmeter = viel Arbeit.

Zuerst schleife ich den alten Anstrich an, klingt leicht ist aber eine staubige Angelegenheit, nicht immer gelingt es mir, den Auspuff des Schwingschleifers von mir weg zu halten. Nach einer Stunde schleifen sehe ich aus wie einer der Schlümpfe nur ohne Zipfelmütze. Dann den Wasserpass mit Klebeband abdecken, damit er nicht versehentlich mit angemalt wird. Zwischendurch kommt der V2A Mann, der die Edelstahlrohre für das neue Bimini montiert. Natürlich geht auch hier nicht alles glatt, für das Lösen zweier Schrauben muss ich beide Backskisten ausräumen damit man an die Kontermuttern herankommt. Chaos breitet sich aus. Nach zwei Stunden sind die Zwei Bögen montiert und harren Binas Nähkünsten. Weiter mit dem Unterwasserschiff, der erste Anstrich ist nach eineinhalb Stunden drauf, in der Trockenpause schnell etwas essen und weiter geht’s. Beim zweiten Anstrich geht es schon flotter, da nicht mehr ganz so viel Farbe nötig ist. Wieder Pause. Diesmal kein Futter sondern die Montage der Starterbatterie in der Backskiste und des neuen Diodenverteilers (verteilt den Strom der Lichtmaschine auf zwei verschiede Batteriestromkreise), der vom Elektriker als Missetäter für das nichtladen der Bordbatterien entlarvt wurde. So der dritte Anstrich ist fällig, als er fertig antrocknet ist es dreiviertel Acht. Jeden Moment könnte Sabina da sein. Ich setze mich erschöpft in den Schatten ans Meer. Wenig später hält ein Taxi mit Sabina. Die geleistete Arbeit wird gebührend bewundert, doch jetzt kommt der Elektriker, wirft einen prüfenden Blick auf meine Installation, wir starten die Maschine und die Batteriestromanzeige schnellt in die Höhe. Endlich wieder Strom aus der Lichtmaschine.

Wir beschließen noch schnell zu duschen, bevor wir auf eine Kleinigkeit nach Korfu gehen. Ich gieße mir einen halbvollen Kanister über den Kopf auf einmal fängt es mich überall zu brennen an, beim Backskisten ein und ausräumen muss ich den Benzinkanister mit einem Wasserkanister verwechselt haben. Bina gießt mir schnell Wasser über den Kopf, doch erst nach dreimaligem Spülen mit Duschgel lässt der brennende Schmerz nach. Gott sei dank hatte ich die Augen zu, sodass mir kein Benzin hingelangt ist. Nach weiteren zweimaligen Duschen ist auch der Geruch weg und wir können endlich in die Stadt gehen.

Das Lokal wird nach dem Tsatsiki Index ausgewählt, noch nie davon gehört? Macht nicht wurde ja von mir erfunden. Wenn man so an den Lokalen vorbeischlendert ist immer eine Speisekarte ausgestellt. Will man die Preise vergleichen, braucht man nur den Preis vom Tsatziki vergleichen, alle anderen Speisen kann man zu diesem Preis in Relation setzen. Der Tsatziki Preis liegt heuer zwischen 2,5 und 4 €. Und so zahlen wir dann auch nur 22 Euro für unser Wiedersehensessen.

Heute näht Sabina die Rückenlehnenbezüge fertig, während ich die drei Solarpaneele montiere. Mit dem Drucklufttacker von Spiros schießt sie den neuen Stoff auf die Sperrholzplatten. Ich bin früher fertig, setze endlich den Impeller in die Wasserpumpe und erledige noch einige Kleinigkeiten. Spiros hebt Madaris auf den hydraulischen Anhänger und fährt das Boot in den Schlitten der uns morgen Vormittag ins Wasser bringt. Wir füllen noch die Wassertanks und sind froh endlich dieser Hitze entfliehen zu können ,obwohl wir mit den Arbeiten noch lange nicht fertig sind. Aber wann ist ein Schiff schon wirklich fertig.

4 Comments »

  1. Wow, na ich würd sagen: beschriftet Eure Wasser- und Benzinkanister besser .. das klingt ja gefährlich! Läßt sich der Tsatziki-Index eigentlich auch auf die Qualität des Lokals in Relation setzen? 🙂

    Kommentar by Martin — Juni 11, 2009 #

  2. hallo schlumpf!! kann mich martins meinung nur anschließen!! bitte – als wir euch interessant erlebnisse wünschten, haben wir sowas eigentlich nicht gemeint 😉
    aber hübsch blau warst nach dem abschleifen *hihi*

    Kommentar by Karin — Juni 11, 2009 #

  3. Wiewohl ich erst jetzt meinen ersten Senf hier deponiere, habe ich Sie beide natürlich schon von allem Anfang wehmütig bis eifersüchtig hier verfolgt. Bestimmt hätte ich auf den Stopp vorm Tunnel lieber verzichtet, auch würd ich mich auf einem Boot, in dessen Bilge kein Bier gebunkert ist , wohl kaum länger als einen Tag aufhalten wollen, aber alles in allem scheinen Sie beide wirklich alles Menschenmögliche bedacht und alle Vorkehrungen getroffen zu haben, damit das Abenteuer kein waghalsiges wird. Sicher ist der alte Wäschestampfer wegen seiner Kleinheit einer Rumpel vorzuziehen.
    Darf ich Ihnen auch meine Bewunderung aussprechen, wie akribisch Sie diese Homepage installiert haben und verwalten, es ist eine Freude, hier alle zu verfolgen!
    Wenn Sie nichts dagegen haben, werde ich gelegentlich mal wieder hier etwas reinschreiben…
    Schicke Ihnen liebe Grüße und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute
    Werner Deutschmann

    Kommentar by Deutschmann — Juni 12, 2009 #

  4. Hoffe die Verwechslung passiert nicht auch noch beim Tanken !!! Da hilft dann auch kein Duschgel mehr !!

    Kommentar by S.C. — Juni 16, 2009 #

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