Reggio di Calabria

2 Juni, 2018 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Am nächsten Morgen kommt der versprochene Mechaniker und fragt uns nach den Symptomen des Motorausfalls. Wie Gerhard tippt er auf kaputte Kolbenringe, der Motor muss zur Reparatur ausgebaut werden: Kosten 1000,- + Ersatzteile, es kann aber auch mehr kaputt sein, Dauer mindestens eine Woche. Ich verlange nach seiner Telefonnummer und erbitte mir Bedenkzeit bis zum Abend.
In der Zwischenzeit nehmen wir die Verhandlung mit der Marinaleitung bezüglich des Liegegeldes wieder auf, gestern wollten sie 100 € pro Tag, später 80, das Doppelte eines 9m Monohulls. Heute ist der Besitzer der Marina da, er ist für unsere Argumente offen, schließlich ist Squib ja nicht breiter als ein normales 11 oder 12 m Schiff. 50€ pro Tag, wir akzeptieren.
Später sprechen wir nochmals die Optionen durch, die wir haben, Gerhard meint auch, hier wäre ein schlechter Platz zum Reparieren. Zu viele Wenn und Abers, wenn ein Ersatzteil nicht rechtzeitig kommt, kostet die Woche 350€ und das in einem öden Industriehafen. Ich telefoniere mit Sabina, wir beschließen mit einer funktionierenden Maschine zurück nach Griechenland zu segeln, schließlich haben wir drei Wochen Zeit dafür und die vorherrschenden Wind sind nicht gegen uns.
Montag fahren wir zum Flughafen und organisieren uns ein Leihauto für Mittwoch Abend. Am Donnerstag führe ich Gerhard nach Lamezia Terme zu Flughafen, warte auf Sabina und fahre zurück nach Reggio, so der Plan.
Die folgenden Tage schlagen wir mehr oder minder tot, ein wenig Service fürs Boot, Einkaufen, Stadtbesichtigung.
Mittwoch Abend holen wir das Auto, wir waren schon ein wenig unentspannt, da der Bus ewig nicht daher kam. Donnerstag 5:20 fahren wir los und erreiche um 7h den Flughafen, Gerhard checkt ein, ich stehe allein vor dem Flughafen. Hier nochmals Danke an Gerhard, wir hatten eine schöne Zeit, leider nicht bis zum Ende, dafür gibt es viel zu erzählen. Sabina kommt erst in acht Stunden, ich suche mir ein stilles Plätzchen in einer Wohnsiedlung, versuche ein wenig zu schlafen, geht nur schwer auf der Rücksitzbank eines Kleinwagens. Doch jede Wartezeit geht einmal zu Ende, Sabina ist da. In Reggio nutzen wir das Auto für einen schnellen Einkauf, bevor wir es am Flughafen zurückgeben.

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