Sivota

13 Juni, 2018 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Nach einem stilvollem Abendessen in der Spiridoula Fishtavern, Gavros und Souvlaki, Marouli, Tsatsiki und rote Rübensalat ziehe ich die Laufplanke ein und lege sie auf die Badeplattform, man soll es eventuell vorhandenen Ratten ja nicht zu leicht machen, wie ich auf letztes Jahr leidvoll feststellen musste. Der Starkwind am nächsten Tag hält sich hier ganz hinten in der Bucht in Grenzen, vor den Schwimmstegen sieht man kleine Schaumkronen, da aber die Einfahrt stark gekrümmt ist, haben größere Wellen keine Chance bis in die Bucht zu gelangen. Seit ich vor 14 Jahren das erste Mal mit dem Boot hier war hat sich viel getan, es gibt nun 6 Schwimmstege in der Bucht und eine Charterbasis von Neilson, früher war nur ein Betonkai an der Westseite wo man römisch katholisch anlegte. Gefühlt hat sich das Schiffsaufkommen seit damals verfünffacht. Aber was hilft das Zurückschauen, man kann nur froh sein die damaligen Zeiten miterlebt zu haben.
Am Nachmittag gibt es dann rund um uns Ankerkino vom Feinsten, die Neilsonflotte legt rund um uns an, Crewwechsel findet am nächsten Tag statt. Der zeitweise heftige Seitenwind ist Mitgestalter einiger abenteuerlicher Anlegemanöver im Lee von uns, manchmal scheint auch die junge Flottilliencrew etwas überfordert. Wir spazieren das Ufer entlang von einer Seite auf die Andere, was kaum eine Viertelstunde dauert. Sabina kann bei einem Korbflechter nicht widerstehen und kauft einen geflochtenen Korb. Die werden direkt vor Ort hergestellt, man kann dabei zusehen.
Am nächsten Morgen ist es ganz ruhig, wir kaufen noch einige Vorräte, legen ab und fahren aus der Bucht. Gleich nach der Einfahrt setzten wir die Genua, Südwestwind bläst uns zur Passage zwischen Lefkas und Meganisi, der Wind dreht dort auf Süd, wir segeln mit ausgebaumter Genua in die Innersea. Bevor wir das Nordweatkap von Meganisi runden können schläft der Wind ein und wir motoren bis zum Ormos Atherinos, wo wir uns im nördlichem Scheitel mit Landleine festmachen. Hier werden wir jetzt ein paar Tage bleiben, wir wollen ja unser Schicksal nicht herausfordern. Von hier sind es noch knapp 20 Meilen bis zur heurigen Endstation in der Aktio Marina, wo wir auch gestartet sind.

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