Tunesien, im Land unterwegs

8 September, 2010 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Dienstag haben wir uns für einen Tag ein Leihauto genommen und sind in der Gegend herumgefahren. Hier in Nordtunesien sieht es ja genauso wie in Griechenland oder Süditalien aus, die Wüste beginnt erst viel weiter im Süden. Da wir den Ramadan nicht mitmachen wollten haben wir uns mit genügend Getränken und einem Sackerl Chips für den ganzen Tag verproviantiert.

Am frühen Nachmittag schlendern wir über die Hauptstraße von Nabeul, als Sabina plötzlich lossaust und einem Jugendlichen in den Hintern tritt. Das bitte wörtlich nehmen, man konnten den Abdruck genau auf seiner weißen Hose sehen. Dazu bedachte sie ihn mit ein paar Wiener Nettigkeiten, die man ihr gar nicht zutrauen würde, hat ihr der Schlingel doch beim Vorbeigehen an den Allerwertesten gegriffen, sicher aber nicht mit ihrer Reaktion gerechnet. Nun viel gab es hier ohnedies nicht zu sehen, so sind wir nach Hammamet weitergefahren, um uns die Altstadt und den Markt anzuschauen. Es ist schon lustig zwischenden Ständen herumzuschlendern und beim Kaufen wild zu handeln. Weil wir bei einem Stand ein paar Sachen gekauft hatten, wurden wir dann an das ominöse Teppichgeschäft weitergerreicht. Also saßen wir wieder einmal auf der Couch und durften Teppiche bewundern. Einige waren wirklich sehr schön, nur wohin mit dem Ding. Also sind wir eine Viertelstunde später wieder abgezogen. Abends zog ein Gewitter auf , wir fuhren zurück zur Marina, nicht ohne eine unfreiwillige Sight Seeing Tour durch die Vorstädte von Tunis. So schön manche Häuser auch sind, rundherum überall Schutt, Dreck und weggeworfenes Plastik. Wir sahen sogar bei einer Baustelle, wie ein Arbeiter den leeren Zementsack einfach auf der anderen Straßenseite ins Gebüsch warf, dass den Tunesiern das Aussehen ihrer Umgebung nicht  stört ist schon verwunderlich.

Mittwoch Vormittag nutzten wir das Auto dazu alle unsere Kanister mit Diesel zu füllen, bei einem Preis von 55 C pro Liter ein Muss. Um Elf Uhr war Autorückgabe, der Vermieter nahm uns dann noch mit zum Carrefour Einkaufscenter, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten für die Weiterfahrt einkauften. Zurück ging es wieder mit dem Taxi, die nicht viel mehr als bei uns ein Straßenbahnfahrschein kosten.

Im Marinabüro zahlten wir noch zwei Tage nach, diesmal bei einem netten Herrn, bei dem es  sogar die Möglichkeit gab mit Kreditkarte zu zahlen. So jetzt muss ich aber Schluß machen, den wir wollen heute Richtung Pantelleria, einer kleinen italienischen Insel auf halben Weg zwischen Tunesien und Sizilien aufbrechen.

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