Union Island

12 Dezember, 2009 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Endlich vor Anker. Sanft schaukelt das Boot in den kleinen Wellen, die über das Riff schwappen. Man kann wieder durch das Boot gehen ohne sich abzustützen oder fest zu halten. Während ich über Funk den letzten Bericht schicke, pumpt Bina bereits das Schlauchboot auf. Wir packen unser Gewand und die Bootpapiere in den wasserfesten Rucksack, der Außenborder ist schnell montiert, wir tuckern zum Dingisteg, wo wir mit nassen Hintern ankommen. Schnell ins frische Gewand wir gehen einklarieren.

Am Hauptplatz folgen wir dem Schild „Customs“, das uns zum Flughafen leitet, dort hängt ein Schild, das sich Yachtleute unverzüglich bei der Immigration im Ort melden sollen, also wieder zurück. Die Immigration ist im Gebäude neben dem Amt für Naturschutz. Dieses finden wir auch gleich, aber nicht die Immigration. Wir laufen die drei Gassen auf und ab, schließlich entdecke ich die Touristinformation. Dort frage ich, die nette Dame verweist mich dann zu einem Gebäude, an dem wir schon mindestens fünfmal vorbei gelaufen sind. Ein Schild wäre einfach ein Wahnsinn. Die Dame dort ist aber sehr nett, nur kann sie uns nicht glauben, dass wir von den Kap Verden gekommen sind, da wir dort ja kein Ausklarierungspapier bekommen haben. Die zwei Stempel im Reisepass mit Ankunfts- und Abfahrtsdatum beäugt sie skeptisch. Schließlich dürfen wir doch 71 East Caribian Dollars zahlen und da bleiben, wir müssen nur noch zurück in die Touristinformation, wo auch die Immigration untergebracht ist, dort wird der zweite Teil der Amtshandlung vollzogen.

Wir suchen noch die vier „Supermarkets“ auf und kaufen ein wenig Obst am Markt, bevor wir zum Boot zurück fahren. Nach zehn Metern steht fest, trocken kommen wir dort nicht an, ich gebe Vollgas und wir rauschen zu unserem Boot. Nass von oben bis unten kommen wir an. Schnell werden die Einkäufe verstaut und die Tauchsachen heraus gekramt. Wir hüpfen ins Dingi und fahren zum nahen Riff. Dort werfen wir den Anker auf einem Sandfleck und tauchen ab. Das Wasser ist badewannenwarm, sogleich sehen wir bunte Korallenfische. Wir wechseln dann noch die Tauchstelle und sind fast zwei Stunden im Wasser. Nachmittags sind wir so erschöpft das wir uns nur noch das Video „The Rocker“ reinziehen, ein wenig zu Abend essen und um 20 h schlafen gehen. Erst 12 Stunden später wachen wir wieder auf.

Heute sind wir an den Steg gegangen, um Frischwasser zu bunkern und unsere Obstvorräte für die nächsten zwei Wochen aufzustocken. Im Internetcafe lasen wir dann noch all die netten Kommentare die sich während unserer Atlantiküberquerung angesammelt haben und bedanken uns für die amüsanten Beiträge Nach einem kleinen Spaziergang am Strand haben wir jetzt auch unsere erst selbstgeerntete Kokosnuss bereits hinter uns.

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