Zlarin – Losinj

7 Oktober, 2010 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Wieder geht es vor Sonnenaufgang los, wir verlassen Zlarin, setzten die Genua und brausen mit 5-6 Knoten durch das Wasser. Nördlich von Kaprije geht es vorbei, dann Richtung Kornat. Regen kommt auf. Dick vermummt sitzen wir abwechselnd im Cockpit und halten Ausschau. Es gibt hier einfach zuviele Inseln, Klippen und andere Boote. Endlich kommen wir in die Wellenabdeckung von Kornat, das Schiff wird ruhiger. Der Jugo bläst konstant mit 25 Knoten aus Südost. Wir segeln zwischen Kornat und Zut nach Nordwesten, wechseln dann auf die Ostseite von Dugi Otok. Endlich hört der Regen auf und der Wind lässt etwas nach. Wir können die Genua wieder ganz ausrollen Kurz vor fünf Uhr laufen wir in die Bucht von Brbinj auf Dugi Otok ein, natürlich regnet es wieder, bis wir mit dem Ankermanöver fertig sind. Sabina kocht uns St Lucian Beef Stew, eine Reminiszenz an die Karibik.

In der Nacht schläft der Jugo ein, morgens geht es unter Motor weiter nach Nordwesten. Der Motor fängt an Drehzahl zu verlieren, das Zeichen für zu viel Wasser im Abscheider. Wir laufen eine kleine Bucht an, legen den Wasserabscheider unter dem Cockpitboden frei und lassen das Wasser ab. Nach zehn Minuten sind wir wieder unterwegs, der Motor läuft wieder einwandfrei. Zwischen Dugi Otok und Molat geht es raus auf die offene Adria, doch nur für ein kurzes Stück. Wir passieren Ist und motoren durch die Durchfahrt zwischen Ist und Skarda. Vor uns können wir hinter Ilovik bereits unser Tagesziel Losinj erkennen. Wir fahren durch die schmale Passage zwischen Ilovik und Sveni Petar. Für ein paar hundert Meter rollen wir die Genua aus, bevor der Wind wieder von vorne kommt. Noch ein Stück Losinj entlang und wir laufen kurz vor 15h in unser heutiges Tagesziel ,die Bucht Kriviza ein. Mit Anker und Landleine liegen wir hier wieder einmal wie am Ententeich.

Das Wasser ist glasklar und türkisgrün, sieht richtig einladend aus, doch wie viel Grad hat es? Unser Thermometer zeigt knapp über 20°C, also nichts wie hinein. Sabina kontrolliert mit der Taucherbrille unseren Anker. Gemeinsam schwimmen wir 10 Minuten im erfrischenden Meer herum, bevor wir wieder an Bord klettern.

Ab  hier sind es  nur noch 95 Meilen bis Lignano, unsere Reise nähert sich unaufhaltsam dem Ende.

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