Wieder nach Norden

28 Juni, 2009 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Nach einer Woche im amvrakischen Golf mit Gewittern und Regen sind wir es leid, wenn es nicht regnet, brechen wir morgen auf. Die Wassertanks werden gefüllt, ich laufe zwei Kilometer zum griechischen Hofer,(heißt hier Dia) besorgen noch Essen für die nächsten Tage und Sabina hat Waschtag.

6:45, die Sonne scheint, es sind ein paar Wolken am Himmel, wir legen ab. Obwohl wir ganz leise sind, steht Danielle auf, um uns zum Abschied zu winken. Wir motoren nach Preveza, am Ausgang des amvrakischen Golfs. Eineinhalb Stunden später, wir sind kurz vor Preveza, fängt es wieder zu regnen an. Wir laufen in das dortige Ankerfeld ein und bleiben zunächst einmal hier Um halb elf hat sich das Regenfeld verzogen, wir holen den Anker ein und passieren die Ausfahrt aus dem Golf. Statt des im Wetterbericht versprochenen Südwestwind mit 10 kn herrscht Flaute. Die eiserne Genua triebt uns zügig nach Nordwest Richtung Paxi. Zwei Stunden später verfinstert sich genau dort der Himmel. Wir ändern den Kurs auf Nord um entweder Amoudia oder Paxi anzulaufen. Doch bald nehmen schwarze Wolken den gesamten nördlichen Horizont ein, es blitzt und donnert, Regen setzt ein. Zum Zurückfahren ist es zu spät, das Gewitter würde uns einholen, also durch. Es regnet so stark, dass ich die Positionsleuchten einschalte. Zeitweise fegen Böen mit 30 kn Wind von Nord über uns, es regnet aber so stark, dass sich keine hohen Wellen bilden. Eine halbe Stunde später ist das Schlimmste vorbei, der Regen hat aufgehört und wir können die Segel setzen. Es wird immer heller wir sehen Parga unser Tagesziel gerade voraus. Die nächsten drei Stunden ist herrliches Segeln angesagt, kurz bevor wir unser Ziel erreichen schläft der Wind ein und wir legen die letzten paar hundert Meter unter Maschine zurück. Allerdings laufen wir nicht die Mole in Valtous Beach an sondern ankern direkt hinter den malerischen Felsen vor dem Strand vor Parga. Damit uns der Schwell nicht hin und her rollt, bringen wir den Heckanker aus .Abends laufen wir durch das malerische Parga, welches in der heutigen Zeit natürlich kein Geheimtipp mehr ist. Wir steigen zur Festung hoch und genießen den Blick über die beleuchtete Stadt. Zuletzt sitzen wir auf der Mole und schlecken noch jeder einen Magnum, bevor wir zum Schiff zurück rudern.


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