Ein Tag in Marokko

8 August, 2010 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Samstag vormittag stehen wir vor dem Reisebüro, in dem wir am Vortag unseren Marokkoausflug gebucht haben. Der Bus fährt uns erst einmal an den Hafen von Ceuta, wo wir noch eine Stunde auf die restlichen Ausflügler, die mit der Fähre aus Spanien kommen, warten dürfen. Nach Mittag geht es dann endlich los zur Grenze. Chaos pur, doch Achmed scheint alle Offiziellen zu kennen und der Reisebus wird relativ rasch durch das Chaos gelotst. Fotografieren verboten, es gibt aber auch nicht wirklich etwas zu sehen.
Eine Stunde später stehen wir bereits am Eingang zur Medina(Altstadt) von Tetouan. Durch ein Gewirr von Gassen und kleinen Höfen geht es in Richtung zum obligatorischen Teppichhändler, den wohl jeder Tourist in arabischen Ländern kennen lernt. Unversehens sitzen wir mit einem Glas Pfefferminztee in der Hand im Geschäft und einer der Händler breitet eine Teppich nach dem anderen vor uns aus. Nach zehn Minuten glaubt er uns endlich, das wir sicher keinen Teppich kaufen werden und lotst uns in das Souvenirgeschäft im Erdgeschoß. Vielleicht finden wir dort etwas was uns gefällt. Wir sind hier die Ersten, schön langsam trudelt der Rest der Reisegruppe mit oder ohne Teppiche hier ein. Wir kaufen dann doch noch einen Lederhocker, um ein Andenken an Marokko zu haben, auch weil der ohne Füllung nicht viel Platz einnimmt. Jetzt geht es ins Restaurant, noch immer in der Altstadt, es gibt lt. Achmed Schlangensuppe, wobei er mit mir den falschen erwischt, um ihn zu fragen ob ich das essen würde. Anstatt angeekelt Nein zu sagen, bejahe ich die Frage, in der Annahme,das es gar nicht soviele Schlangen in Marokko gibt um täglich zigtausende Touristen damit abzufüttern. Es ist dann eine wohlschmeckende Mischung aus Minestrone und Paradeissuppe. Danach Spieße und Kuskus mit Hendl und Gemüse. Anschließend gibt es eine Kurzfolklorevorführung mit arabischer Musik und Bauchtanz. eine viertel Stunde später sitzen wir wieder im Bus und fahren nach Tanger. Auch hier gibt es einen Gang durch die Medina, diesmal enden wir bei einem Apotheker, der auf ähnliche Weise wie zuvor der Teppichhändler seine Ware an den Mann und die Frau zu bringen versucht. Hier werden wir relativ schnell von Achmed erlöst, da wir in einer halben Stunde zurück nach Ceuta fahren müssen. Auf den Straßen in Tanger gibt es unglaublich viele Kleinsthändler die Dolche, Armreifen, Fußballtrikots, Trommeln, Kaftane, nachgemachte Mineralien und Ammoniten und diverses andere Kleinzeug verkaufen wollen. Auf der Rückfahrt sehen wir noch einen anderen Teil Nordmarokkos, bevor wir wieder die Grenze erreichen. Das selbe Spiel wie bei der Einreise, wir werden wieder durch das Chaos gelotst. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir wieder in der Marina an.
Abends sitzen wir noch bis nach Mitternacht bei Heini, unserem Schweizer Nachbarn im Cockpit und lassen den Tag bei einem Glas Rose ausklingen.

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