Südliches Kroatien

4 Oktober, 2010 | Kategorie: Segeln 2009 | noch keine Kommentare

Nachdem wir nach 27 Stunden motoren in Kroatien angekommen sind, leisteten wir uns einen Marinatag in Dubrovnik, damit wir die Stadt besichtigen konnten. Und die Altstadt mit ihren Steinhäusern und schmalen Gassen hat uns wirklich beeindruckt. WIr schauten uns auch das Aquarium am alten Hafen mit den einheimischen Fischen an und leisteten uns abschließend ein Eis am Hauptplatz. Langen saßen wir dann noch beim Stadttor und beobachteten die ein und ausströmenden Menschenmassen. Nach einem halbstündigen Fußmarsch waren wir dann zurück auf dem Boot wo wir kurz nach Sonnenuntergang in den Tiefschlaf fielen. Die vergangenen Tage hatten uns doch ziemlich viel abverlangt.

Am nächsten Tag dann ein Segel und Motortag, wobei wir ganze 18 Meilen bis zur Insel Mljet zurücklegten. Aber unter welchen Bedingungen! Die höchste Welle:30cm!, kein rollen, kein stampfen, kein…. einfach Klasse und sehr entspannend.  In einer tief eingeschnittenen Bucht beim Ort Prozura liesen wir den Anker auf 12 m Tiefe fallen und er hielt nicht, ausgerechnet hier, wo ein halbes Dutzend Crews nichts anderes zu tun hatte als die Ankermanöver der Neuankommenden zu beobachten. Also die Kette wieder aufholen und die Geheimwaffe aus dem Ankerkasten unseren 16 kg Jambo mit 15 m 10er Kette und anschleßend 35 m Ankertau. Eigentlich sollte das ja unser Hauptanker sein, wenn er nur in unsere Ankerhalterung gepasst hätte. Über die Reling damit, Rückwärtsgang rein, fahren bis sich die Leine strafft und fertig, der hält immer.  Anerkennende Blicke vom Charterkat nebenan. So einen Anker haben sie wahrscheinlich noch nicht gesehen. Nun sind wir auch Publikum, doch die meisten Crews steuern gleich die gebührenpflichtigen Bojen an, sodaß wir nicht viel zu sehen bekommen.

Wir verbringen eine weitere ruhige Nacht, die Bucht ist so glatt wie ein Ententeich und um sechs Uhr am nächsten Morgen heist es: „Anker auf“. Da kaum Wind ist motoren wir durch die kroatische Inselwelt nach Nordwesten. Nach 47 Meilen ankern wir in der Bucht Lovisce auf Scedro, was soll ich sagen, wieder Ententeich, nach den vielen unruhigen Ankerplätzen im westlichen Mittelmeer unglaublich.

Und wieder geht es vor Sonnenaufgang weiter, Hvar, Korcula, Vis; Brac ziehen an uns vorbei, die Sonne strahlt vom Himmel, bis wir vor der kleinen Ortschaft Primosten vor Anker gehen. Diesmal blasen wir das Dingi auf und rudern an Land, man kann ja nicht immer nur auf dem Schiff hocken. Auch am nächsten Vormittag streifen wir noch ein wenig durch die mittelalterliche Stadt, bevor wir Anker auf gehen und weiter nach Sibenik – motoren. Denn es ist ein weiterer sonniger aber fast windstiller Tag. Von Sibenik aus geht es durch das Flußtal der Krka weiter bis zum Ort Skradin am Eingang des Krka Nationalparks. Wir ankern auf der Ostseite des Flusses gegenüber der Marina. An Land schauen wir beim Marinabüro vorbei was uns ein Tag hier kosten würde. 260 Kuna, mehr als 35 e, die investieren wir dann Abends lieber in zwei Portionen Spanferkel, das sich bereits am Nachmittag vor einem Gasthaus am Grill gedreht hat.

Punkt Neun Uhr entern wir am nächsten Morgen das Schiff, welches uns zu den Wasserfällen flussaufwärts fährt. Durch bereits herbstlichen Mischwald wandern wir entlang der Wasserfälle bis zum oberen See und wieder zurück. Sabina gefällt es sehr, auch ich genieße die Wanderung, obwohl ich ja bereits nehrmals hier war.

Kurz vor fünfzehn Uhr brechen wir wieder Richtung Sibenik auf, fahren durch die Schluchten der Krka zurück in die Adria und segeln noch die eine Meile bis zur Insel Zlarin, wo wir für die nächste Nacht vor Anker gehen.

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